Projekte 2017

Demokratie – Wie geht das? (Caritasverband für Recklinghausen e.V., Recklinghausen)

Was heißt demokratisches Miteinander? Wie funktioniert die Demokratie in Deutschland? In Gesprächsrunden mit geflüchteten Frauen- und Männern ging der Caritasverband für Recklinghausen e.V. diesen Fragen auf den Grund. Jeweils in Frauen- und Männergruppen wurden Themen rund um das gesellschaftliche Zusammenleben besprochen und bildeten so eine wichtige Ergänzung zu den besuchten Sprachkursen.

Seestadt Demokraten (Seemöven e.V., Haltern)

Der Seemöven e.V. aus Haltern am See stellte sich die Frage, wie die Zeit nach der Flucht aussehen und man die Integration durch eigene Aktivitäten fördern könnte. Aufbauend auf ein eigens geschriebenen Kinderbuch („Bashar Müller – Das vertraute Leben“) wurden verschiedene kulturelle Veranstaltungen geplant, die von alteingesessen Halterner*innen bis hin zu neuangekommenen Geflüchteten alle miteinbezogen. Es wurde gesungen und diskutiert, gelesen und gebacken, und im Sinne des demokratischen Gedankens ein intensiver Austausch gepflegt. Mehr dazu unter: seemoeven.de

Gegen das Vergessen – für die Zukunft (Caritasverband für Recklinghausen e.V., Recklinghausen)

Im Kinder- und Jugendtreff Hillerheide des Caritasverbands für Recklinghausen e.V. widmete man sich in diesem Jahr der Geschichte. Welche Orte der Verfolgung und des Nationalsozialismus gibt es in Recklinghausen? Und wie kann man diesen heutzutage begegnen und gleichzeitig ein Zeichen gegen Ausgrenzung und für Toleranz setzen? Mit Hilfe verschiedener klassischer, moderner oder selbstverfasster Texte bereiteten Jugendliche die örtlichen Geschichtsorte auf und förderten so die kritische Auseinandersetzung mit den Schrecken des Nationalsozialismus.

Demokratische Partizipation aktiv leben und mitgestalten (AWO Münsterland-Recklinghausen, Marl)

Die Arbeiterwohlfahrt Unterbezirk Münsterland-Recklinghausen machte die Demokratie erfahrbar. In drei Schritten setzten sich die IFK-Schüler*innen der Hauptschule Marl mit demokratischer Partizipation auseinander. Bevor die Schüler*innen in Rollenspielen und örtlichen Initiativen die politische Praxis kennenlernten, erarbeiteten sie das parlamentarische und außerparlamentarische System in Deutschland und verglichen dies mit ihren Herkunftsländern. In einem weiteren Schritt werden die Schüler*innen zum eigenen politischen Engagement ermutigt.

Demokratierallye (Sozialdienst katholischer Frauen, Recklinghausen)

Welche demokratischen Strukturen gibt es und welche Möglichkeiten der Partizipation? Der Sozialdienst katholischer Frauen in Recklinghausen versuchte diese Fragen in die Unterkünften der Geflüchteten zu tragen. In den von Ehrenamtler*Innen betriebenen Deutschkursen wurde das Thema Demokratie verstärkt aufgegriffen. Zusätzlich plante man Ausflüge zu Kommunalpolitiker*innen, in den Düsseldorfer Landtag und in das Deutsche Museum in Köln.

Demokratie von klein auf (Bauspielfarm, Recklinghausen)

Zweimal eine Woche lang standen auf der Bauspielfarm in Recklinghausen die Kleinen im Fokus der Demokratieförderung. Kindergartenkindern wurden spielerisch Kinderrechte nahe gebracht und deren Wünsche und Ideen in den Tagesablauf mit eingebunden. Auf dem Abenteuerspielplatz wurden die Kinder im Alter von 5-6 Jahren ermutigt selbstständig Entscheidungen zu treffen und so in ihrem Selbstwertgefühl gestärkt. Auf diese Art wird schon im Kindesalter die Teilhabe gefördert und demokratische Partizipation erfahrbar gemacht.

We are here – Hip-Hop Konzert mit Jugendlichen (Intercent e.V., Marl)

Was im vergangenen Jahr begonnen hat, wurde in 2017 weitergeführt. Dave’s Rap Workshop be-schäftigte sich weiter mit der Demokratie und organisierte zusammen mit Jugendlichen ein Kon-zert. Dort wurden die im vergangenen Jahr erarbeiteten Lieder einem Publikum präsentiert. Zu-sätzlich sammelte Dave Cybis die Rapsongs gesammelt und veröffentlichte die Ergebnisse auf einer CD.

Demokratie, was heißt das? Was macht ein demokratisches Leben in Deutschland aus (Caritasver-band für Recklinghausen e.V., Recklinghausen)

Das Bildungs- und Begegnungszentrum Ziegelgrund schaffte ein Ort des Begegnens. Einmal die Woche fanden sich Frauen mit und ohne Fluchterfahrung zusammen und tauschten sich über ihre Erfahrungen über die Demokratie und das Zusammenleben in Deutschland aus. Um alle Frauen anzusprechen und an der Begegnung teilhaben zu lassen, wurde parallel eine Kinderbetreuung organisiert.

Theater und Workshop: Geflüchtet, unerwünscht, abgeschoben – „Lästige Nachbarn“ (Verein für jüdische Geschichte und Religion e.V., Dorsten)

Fluchterfahrung in historischer Perspektive? Das Jüdische Museum Westfalen versuchte herauszu-finden, was wir aus der Geschichte lernen können. Mit Hilfe einer szenischen Lesung und der Ana-lyse von Primärquellen über die Flüchtlingsbewegungen aus Osteuropa nach dem 1. Weltkrieg konnte Schülerinnen und Schüler Fluchterfahrung veranschaulicht werden und lud zu Diskussionen und einer weiterführenden Auseinandersetzung ein.